Mucuna pruriens ist eine bis zu 3 m hohe Kletterpflanze, mit bis zu 45cm langen, flaumigen Blättern. Sie gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler, zu denen auch Bohnen gehöhren. Im deutschsprachigen Raum wird Mucuna pruriens als Juckbohne bezeichnet. Eine äusserst treffende Bezeichnung, denn das in den Pflanzenhaaren enthaltene Mucunain kann ein äusserst unangenehmes Jucken verursachen. Die Pflanze wird, ähnlich wie bei uns die Hagebutte, als Juckpulver verwendet. Ein Pulver, das Kinder gerne aus Scherz anderen Kindern unter die Kleidung reiben, um sich dann über die Rektion zu amüsieren.

Bezeichnungen

Im Sanskrit wird Mucuna pruriens, von der es vier Varietäten gibt, als Atmagupta bezeichnet. Im Hindi kennt man es unter den Namen Kavach, Kaunch, Kevachh, Kevanch und Khujani. Daneben gibt es unzählige, überlieferte, klassische Bezeicnnungen wie Kapikachchhu, Kandura, Shookashimbi, Markati, Prokta, Vrishya oder Pravrishayani. Die Liste liesse sich seitenweise fortführen. Allein die in Indien gebräuchlichen Bezeichnungen würden bereits Seiten füllen können. So kennt man Mucuna pruriens in Gujarat unter Kancha, Kanchan oder Kavatch. In Tamil bezeichnet man die Pflanze als Amudari, Punaikkali oder Punaippidukkan. Man kann daraus erahnen, welche Wertschätzung der Pflanze entgegengebracht wird. Im Ayurvedahandel bieten wie das Puver der Bohnen unter der Bezeichnung Kavcha an. Auf die Sorgfalt der Verarbeitung der durch uns angebotenen Bohnen werden wir in diesem Beitrag eingehen.

Erste Erwähnung

Mucuna pruriens findet sich bereits in alten Sanskrit Texten. Die Pflanze wird seit Jahrtausenden im Ayurveda eingesetzt. In anderer Texten taucht sie im 18. Jahrhundert auf. So erwähnt Patrick Browne sie 1756 in seinem Buch "Civil and Natural History of Jamaica". Obwohl die Pflanze ursprünglich aus Indien stammt, trifft man sie heute weltweit in tropischen Regionen an. Grund ist ihre Verwendung als Futterpflanze. Aber auch Menschen nutzen sie als Nahrungsmittel und Kaffeeersatz.

Wie die meisten Hülsenfrüchte, enthält Mucuna pruriens Stoffe, die roh gegessen zu Vergiftungserscheinungen führen können. Aus diesem Grund werden sowohl die Pflanze, als auch die Bohnen in Wasser eingeweicht und über viele Stunden gekocht oder fermentiert.

Das durch uns, den Ayurvedahandel, angebotene Mucuna pruriens Pulver durchläuft einen weit aufwendigeren Verarbeitungsprozess, wie er traditionell im Ayurveda über Jahrtausende durchgeführt wurde.

Herstellung Mucuna pruriens Pulver für den Ayurvedahandel

Wir vertreiben unter der Marke Nimi ein nach ayurvedischer Tradition sehr aufwendig hergestelltes Mucuna pruriens Pulver.

Frische Mucuna pruriens Bohnen

Nach dem Standard Procedere, wie Qualitätskontrolle des eingehenden Pflanzenmaterials, artgerechte Lagerung, Reinigung und anschließende Trocknung des Pflanzenmaterials im Schatten, werden die Mucuna pruriens Bohnen zunächst in Wasser eingeweicht. Anschließend wird die äußere Hülle der Samen entfernt. Das ist nicht ganz einfach und wird von Mitarbeiterinnen per Hand durchgeführt. Die von der Hülle befreiten Samen werden in Tücher gelegt und gebündelt.

Entfernung der Schale von den Bohnen

In den Bündeln werden die Bohnen dann für einen längeren Zeitraum in Milch gekocht, erneut gewaschen und im Schatten getrocknet.

Samen werden in Milch gekocht

Anschließend werden die Samen pulverisiert.

Fertiges Pulver (Churna)

Nach dieser traditionellen Verarbeitung erscheint das Pulver in weißer Farbe. Ähnlich wie in anderen Traditionen auch, leistet hier die Milch den Entgiftungsprozess.

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